Unsere Einrichtung

Geschichtlicher Hintergrund

Der Städtische Kindergarten KiKo entstand 1975 am Rand eines Neubaugebietes und einer Zechensiedlung im Stadtteil Langenbochum im nördlichen Teil von Herten.

Im Laufe der folgenden 15 Jahre überalterte das Neubaugebiet Mühlenviertel und der größte Teil der Familien stammte aus der Zechensiedlung. Diese Familien hatten überwiegend einen Migrationshintergrund. Das Zechensterben hinterließ tiefe Spuren im Ortsteil und die Zahl der von Armut geprägten Familien schnellte in die Höhe. Das Team des Städtischen Kindergartens erkannte den Bedarf der neuen Familien und passte seine Angebote der Elternarbeit an. Es entstand eine intensive Zusammenarbeit mit dem Haus der Kulturen, damalig AWO, und gemeinsam mit den Sozialberatern mit dem Schwerpunkt auf Migrantenberatung wurde die Elternarbeit dem neuen Bedarf angepasst. Es entstanden z.B. Deutschkurse für den gesamten Ortsteil, Frauengesprächskreise zum Thema psychosoziale Gesundheit, zweisprachige Elternschulen mit Beratung und eine deutsch – türkische Frauengruppe. Hier fanden sich bereits die ersten Ansätze eines FamilienzentrumsAußerdem wurden die Betreuungsangebote zu dieser Zeit erweitert, sodass mehr Kinder ganztägig betreut wurden.

Zunehmende Gesundheitsdefizite der Kinder waren ausschlaggebend für die konzeptionelle Ausrichtung des Kindergartens in Form eines ganzheitlichen Gesundheitskonzeptes mit den Schwerpunkten Bewegung, Ernährung, Entspannung und Prävention.

Städtische Einrichtungen sind Häuser für Kinder und Familien, in denen Kommunikation und Begegnung verschiedener Generationen und Kulturen stattfindet und Wohlfühlen möglich ist.

Gesellschaftliche Veränderungen und der Wunsch nach Vereinbarkeit von Familie und Beruf brachten einen hohen Bedarf an Kitaplätzen für unter dreijährige Kinder mit sich. Dies war der Grund dafür, dass der KiKo seit 2008 eine Gruppe für diese Altersstruktur eröffnete. Seitdem werden Kinder im Alter von vier Monaten bis zum Schuleintritt betreut. Im Jahr 2007 stellten Routinemessungen heraus, dass eine Pentachlorphenol-Verseuchung im Gebäude vorlag und der Kindergarten grundsaniert oder abgerissen werden muss. Es wurde beschlossen, ein Familienzentrum in unmittelbarer Nähe der „alten“ Einrichtung zu errichten und diese abzureißen. Die im September 2009 in Betrieb genommene Einrichtung liegt angrenzend zur OGS und der Grundschule Waldschule.

Wieso heißt das städtische Familienzentrum eigentlich „KiKo“?

Die Abkürzung steht für „Kinder – Kommunikation – Kooperation“ und der Name beschreibt in Kurzfassung das Konzept!


Kinder
Nicht nur Kinder, die die Einrichtung bereits besuchen, sondern alle Kinder im Stadtteil Langenbochum sind die Zielgruppe unserer pädagogischen Arbeit. Auch für noch nicht betreute Kinder besteht schon die Möglichkeit, sich an die Einrichtung anzubinden. Sie können z.B. zur Hebammensprechstunde mitgebracht werden, die Babymassage, eine der Krabbelgruppen, Eltern-Kind-Angebote und offene AG´s besuchen. Hier spiegelt sich unsere Familienzentrumsarbeit wider.


Kommunikation
Eine gelingende Kommunikation ist ein großes Anliegen der Einrichtung. Neben der Kommunikation auf Augenhöhe mit den Kindern schließen wir die interne Kommunikation im Team, mit dem Träger sowie die Kommunikation mit den Eltern ein. Auch die Öffentlichkeitsarbeit hat einen hohen Stellenwert.




Kooperation

Angestrebt wird in erster Linie eine Erziehungspartnerschaft mit den Eltern. Diese werden als Experten ihrer Kinder angesehen und geschätzt.

Als Familienzentrum ist die Einrichtung der Mittelpunkt eines großen Netzwerkes, das durch die zahlreichen Kooperationen mit anderen Personen, Institutionen oder Bereichen gekennzeichnet ist. Die Zusammenarbeit (Erziehungskooperation) von verschiedenen Institutionen und Personen, die direkt oder indirekt mit dem Kind in einer Beziehung stehen, soll für eine bestmögliche Unterstützung und Förderung der Kinder genutzt werden.

Betreuungsmöglichkeiten

Betreuungs-angebot

Bis 25 Std.

Maximale Betreuungszeit

8:00 – 13:00 Uhr

Abholmöglichkeiten

12:15 – 12:30 Uhr
12:45 – 13:00 Uhr

Frühstück

Tägliches Buffet
(12€/Monat)

Mittagsverpflegung

Mittagessen

(zurzeit 48€/ Monat)

Betreuungs-angebot

Bis 35 Std.

Maximale Betreuungszeit

7:00 – 14:00 Uhr

Abholmöglichkeiten

12:15 – 12:30 Uhr
13:45 – 14:00 Uhr

Frühstück

Tägliches Buffet
(12€/Monat)

Mittagsverpflegung

Mittagessen

(zurzeit 48€/ Monat)

Betreuungs-angebot

Bis 45 Std.

Maximale Betreuungszeit

7:00 – 16:00 Uhr

Abholmöglichkeiten

12:15 – 12:30 Uhr
13:45 – 14:00 Uhr
14:45 – 15:00 Uhr
15:45 – 16:00 Uhr

Frühstück

Tägliches Buffet
(12€/Monat)

Mittagsverpflegung

Mittagessen

(zurzeit 48€/ Monat)

Gruppen im KiKo

Gruppe

Gelb

Aktuelle Kinderanzahl

20

Alter der Kinder

2 – 6 Jahre

Gruppe

Blau

Aktuelle Kinderanzahl

21

Alter der Kinder

2 – 6 Jahre

Gruppe

Rot

Aktuelle Kinderanzahl

21

Alter der Kinder

3 – 6 Jahre

Gruppe

Orange

Aktuelle Kinderanzahl

10

Alter der Kinder

0 – 3 Jahre

Personelle Ausstattung

Die MitarbeiterInnen der Einrichtung stellen einen der wichtigsten Qualitätsaspekte für die pädagogische Arbeit dar. 

Das multiprofessionelle pädagogische Team setzt sich aus 16 Fachkräften zusammen.

Durch die breite Altersstreuung sind neben jahrelanger Erfahrung und Sicherheit auch das Know-how und der unvoreingenommene Blickwinkel von BerufsanfängerInnen vorhanden.

Um die große Themenvielfalt und breite Angebotspalette kompetent und verlässlich für alle Beteiligten gestalten zu können, hat das Team sich dahingehend entwickelt, dass neben der Leitung weitere Mitarbeiterinnen einzelne Schwerpunkte der Arbeit eigenverantwortlich und kompetent, gegebenenfalls durch Zusatzqualifikationen und Fortbildungen, übernehmen. Im Team sollen alle vorhandenen Potentiale und Ressourcen optimal genutzt werden.

Zusatzqualifikationen und Fortbildungen des pädagogischen Personals zu folgenden Themen

  • Unter Dreijährige
  • Entspannung
  • Inklusion (in Ausbildung)
  • Interkulturalität
  • Sprachförderung und Sprachentwicklungsbeobachtung 
  • Musik und Singen
  • Bewegungserziehung
  • Marte Meo
  • Frühe Hilfen und Kinderschutz
  • Prävention von sexualisierter Gewalt
  • Sucht- und Gewaltprävention
  • Erste Hilfe am Kind
  • Raumgestaltung
  • Tagespflege
  • Datenschutz
  • Kindheitspädagogik

Auch in der Küche wird qualifiziertes Personal eingesetzt:

Neben der Hauswirtschafterin kümmern sich zwei weitere Personen um alle Belange rund um die Küche. Sie haben Fortbildungen zu den Themen „Ernährung von Kindern im Alter von zwei bis sechs Jahren“ und „Ich kann kochen:  Praktische Ernährungsbildung für Kinder“ besucht.